Du willst dein Haus von Grund auf erneuern. Neue Leitungen, ein modernes Bad, vielleicht sogar eine ganz andere Raumaufteilung. Das Haus soll wieder richtig gut werden – energetisch, optisch, technisch. Aber weißt du, wie viele verschiedene Handwerker dafür eigentlich ins Haus müssen?
Die Antwort überrascht fast alle: Bei einer Komplettsanierung sind bis zu 20 Gewerke beteiligt. Vom Architekten über den Dachdecker bis zum Gärtner, der am Ende die Außenanlage wieder in Ordnung bringt. Wer das nicht kennt, unterschätzt den Aufwand – und steht am Ende mit halbfertigen Räumen, langen Wartezeiten und einem Projekt, das sich hinzieht.
Hier erfährst du, was bei einer Komplettsanierung wirklich passiert, was es kostet und warum die Koordination der entscheidende Faktor ist.
So viele Handwerker kommen: Die Gewerke einer Komplettsanierung
Das ist die Frage, die die wenigsten stellen – und die fast alle überrascht. Bei einer vollständigen Haussanierung sind das in der Regel diese Fachbetriebe:
Planung & Vorbereitung
Der Architekt oder Planer legt die Grundlage für alles: Grundriss, Statik, Genehmigungen, Ausschreibungen. Der Statiker prüft, welche Wände tragend sind und ob Eingriffe in die Konstruktion möglich sind. Der Energieberater bewertet den energetischen Zustand des Gebäudes – und ist für viele Förderprogramme Pflicht. Der Schornsteinfeger prüft Kamin und Abgasanlagen, bevor es losgeht. Wenn Grundstücksgrenzen relevant sind, kommt außerdem ein Geometer hinzu.
Abbruch & Rohbau
Das Abbruchunternehmen reißt heraus, was weg muss: alte Böden, Wände, Leitungen, Verkleidungen. Der Rohbauer schließt Öffnungen, verstärkt Decken und baut neue tragende Strukturen auf. Der Zimmermann kümmert sich um Holzkonstruktionen, Dachstuhl, Balkenlage und Gauben.
Hülle & Dach
Der Dachdecker saniert oder erneuert das Dach. Der Gerüstbauer stellt das Gerüst auf – ohne das geht nichts an der Außenhülle. Der Fensterbauer tauscht alte Fenster gegen moderne, wärmegedämmte Einheiten aus.
Technik
Der Elektriker verlegt neue Leitungen, plant Steckdosen, Licht und Smart-Home-Vorbereitung. Sanitär und Heizung erneuern alle Wasserleitungen, Heizkörper und die Heizungsanlage – ggf. inklusive Wärmepumpe. Der Lüftungsbauer plant und installiert kontrollierte Wohnraumlüftung.
Innenausbau
Der Trockenbauer zieht neue Innenwände ein und verkleidet Decken. Der Maler tapeziert und streicht. Der Bodenleger verlegt Estrich, Fliesen, Parkett oder andere Bodenbeläge. Der Schreiner baut Türen, Einbauschränke, Treppen und individuelle Möbel ein. Der Stuckateur bearbeitet Putz an Wänden und Fassade.
Außen
Der Gärtner oder Landschaftsbauer stellt Außenanlage, Wege und Bepflanzung wieder her.
Das sind im Vollausbau 20 verschiedene Gewerke – jedes mit eigenem Zeitplan, eigener Materiallieferung und eigenen Abhängigkeiten von den anderen.
Was wird bei einer Komplettsanierung gemacht?
Eine Komplettsanierung bedeutet: Das Haus wird von innen und außen auf den neuesten Stand gebracht – bei gleichzeitigem Erhalt der Bausubstanz, die noch gut ist. Das läuft in der Regel in dieser Reihenfolge ab:
Schritt 1 – Planung: Grundrissänderungen, Badplanung, Küchenplanung, Statikprüfung, Schadstoffgutachten – alles wird vorab geklärt. Dieser Schritt entscheidet über den Erfolg des gesamten Projekts.
Schritt 2 – Baustelleneinrichtung & Gerüst: Das Haus wird für die Baustelle vorbereitet. Gerüste werden gestellt, Schutzmaßnahmen getroffen, Materialien organisiert.
Schritt 3 – Abbruch & Entsorgung: Alles, was weg muss, wird fachgerecht entfernt. Schadstoffhaltige Materialien werden separat und gesetzeskonform entsorgt.
Schritt 4 – Rohbau & Trockenbau: Neue Strukturen entstehen: tragende Verstärkungen, neue Wände, Deckenöffnungen werden geschlossen oder neu angelegt.
Schritt 5 – Fassade & Dach: Die Außenhülle wird erneuert oder gedämmt – Putz, Dämmung, Fenster, Dach, Entwässerung.
Schritt 6 – Technik: Die komplette Haustechnik wird neu installiert – Leitungen, Heizkörper, Bäder, Küche, Lüftungsanlage, ggf. PV-Anlage und Wärmepumpe.
Schritt 7 – Innenausbau: Böden, Wände, Decken, Türen, Einbauten – jetzt wird das Haus zu einem Zuhause.
Schritt 8 – Außenanlage: Wege, Terrasse, Bepflanzung – der letzte Schritt vor der Übergabe.
Was kostet eine Komplettsanierung in Stuttgart?
Als grobe Orientierung gilt: Eine Komplettsanierung kostet in der Regel zwischen 1.400 und 2.500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche – Bruttopreis inklusive Mehrwertsteuer. Bei einem Haus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche liegt das realistisch zwischen 210.000 und 375.000 Euro.
Was den Preis beeinflusst: der Zustand der Bausubstanz, der Umfang der Abbrucharbeiten, die Materialwahl, der angestrebte energetische Standard und ob der Grundriss verändert werden soll. Eine genaue Einschätzung für dein Projekt bekommst du im persönlichen Gespräch mit unserem Bauleiter.
Das solltest du wissen, bevor es losgeht
⚠ Worauf du achten musst
Schadstoffprüfung – Pflicht, kein Kann: In Häusern, die vor 1990 gebaut wurden, können Schadstoffe stecken: Asbest in Dachplatten oder Bodenbelägen, PCB in Fugenmassen, Blei in alten Leitungen. Bevor abgerissen wird, muss ein Schadstoffgutachter ran – das ist gesetzlich vorgeschrieben.
Statikprüfung – nicht jede Wand darf weg: Offene Grundrisse sind beliebt. Aber nicht jede Wand ist versetzbar. Ein Statiker entscheidet, welche Wände tragend sind – bevor der Abbruch beginnt.
Kanalbefahrung – der Blick in die Tiefe: Alte Tonrohre, Wurzeleinwuchs, Risse im Kanal – das fällt erst auf, wenn es zu spät ist. Eine Kanalbefahrung vor der Sanierung verhindert teure Überraschungen.
Fördermöglichkeiten nutzen: KfW fördert energetische Maßnahmen mit bis zu 45 % der Investitionskosten. BAFA fördert neue Heizungsanlagen wie Wärmepumpen. Die L-Bank Baden-Württemberg hat eigene regionale Programme. Wichtig: Förderanträge müssen vor Baubeginn gestellt werden.
Sanierungszeit: Mit einem Generalunternehmer, der alle Gewerke koordiniert, ist die Sanierungszeit deutlich kürzer. Der größte Zeitfresser ist nicht die Arbeit selbst – sondern die Wartezeiten zwischen den Gewerken.
Warum ein Generalunternehmer hier den Unterschied macht
Stell dir vor, du müsstest 20 Handwerksbetriebe selbst koordinieren. Jeden einzeln anfragen, Angebote vergleichen, Termine abstimmen, prüfen, ob die Reihenfolge stimmt, nachhaken, wenn jemand nicht auftaucht.
Das ist der Alltag von Bauherren, die es alleine versuchen.
Als Generalunternehmer übernehmen wir bei rahmNXT genau das. Du hast einen Ansprechpartner – deinen Bauleiter. Er plant, koordiniert, prüft und hält den Zeitplan im Blick. Alle Gewerke werden von uns ausgewählt, beauftragt und gesteuert. Du musst dich um nichts kümmern.
Über unsere App bist du jederzeit im Bilde – Fotos, Updates, Nachrichten, alles an einem Ort. Digital, transparent und immer nachvollziehbar.
rahmNXT ist eine Ausgründung der Bauunternehmung Karl-Heinz Rahm GmbH – einem Familienunternehmen in dritter Generation, das seit 75 Jahren Wohnraum in Stuttgart und Umgebung schafft. Unser Einzugsgebiet: Stuttgart, Esslingen, Waiblingen und Ludwigsburg.
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